Können auch Hunde unter Ceraunophobie leiden?

Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich um Berichte von Menschen, die uns ihre Erfahrungen mit verschiedenen Situationen erzählt haben. Zum Schutz ihrer Anonymität geben wir keine Namen und Ereignisorte an und erzählen die Ereignisse in der Ich-Form nach, sodass auch niemand an seiner persönlichen Ausdrucks- und Schreibweise zu erkennen ist.

Seit einiger Zeit spielt mein Hund bei jedem noch so kleinen Gewitter verrückt. Es ist ein Mischling, der einen Pudel als Vater und einen Malteser als Mutter hat. Beide Rassen gelten als sehr verspielt, deshalb begann ich, mir Sorgen um meinen Hund zu machen, als er sich wieder einmal bei einem fernen Blitzen am liebsten in einen Schrank verkrochen hätte und nicht mit mir um seinen Beißring „kämpfen“ wollte.

Den Tipp Ceraunophobie bekam ich vom Tierarzt

Bis zu unserem Besuch beim Tierarzt hatte ich noch nicht einmal etwas von einer Ceraunophobie gehört, geschweige denn wusste ich, dass es sich dabei um eine spezielle Art der Phobie handelt, die auch bei Hunden auftreten kann. Im Gespräch kamen wir auch schnell den Ursachen auf die Spur. Mein Max hatte sich einmal mächtig erschrocken, als direkt hinter ihm ein Silvesterkracher explodiert ist. Dabei blitzte es ähnlich wie bei einem Gewitter. Durch den Schrecken ist mein Hund unkontrolliert nach vorn gesprungen und mit dem Kopf gegen einen Laternenpfahl gekracht.

Es gibt Hilfe für Hunde mit Ceraunophobie

Die Ceraunophobie kommt ganz einfach zustande, hat uns der Tierarzt erklärt. Jedes Mal, wenn Max es blitzen sieht oder ein lautes Krachen hört, erinnert er sich auch an die Schmerzen, die er durch den Aufprall am Laternenmast hatte. Er will sich vor den Blitzen verstecken und versucht deshalb, in den Schrank zu kriechen. Weil er sich von mir dann auch nicht beruhigen lässt, hat mir unser Tierarzt für ihn ein leichtes Beruhigungsmittel verschrieben. Weil die Ceraunophobie auch Silvester zum Vorschein kommt, muss er es dann auch nehmen.

Anmerkung 2: Die Dame, von der wir diesen Erfahrungsbericht erhalten haben, hat uns um etwas gebeten, was wir gern tun. Wir bitten alle Leser, darauf zu achten, dass sie zu Silvester die Böller weder in die Nähe von Menschen noch von Tieren werfen. Sie können nicht nur unmittelbare Verletzungen verursachen, sondern ziehen – wie beschrieben – oftmals sogar psychische Langzeitschäden bei Mensch und Tier nach sich. Und seien wir doch einmal ehrlich: Die Böller kosten einen Haufen Geld und schaden der Umwelt. Ein kleines Tischfeuerwerk oder ein paar Knallerbsen reichen doch auch, um die „bösen Geister“ aus dem neuen Jahr zu vertreiben.